Berlin hat am 29. April 2026 das Digitale Willkommenszentrum https://willkommenszentrum.berlin.de/ für Neu-Berlinerinnen vorgestellt. Die neue mehrsprachige Online-Plattform bündelt zentrale Informationen für zugewanderte Menschen zu Themen wie Wohnen, Bildung, Aufenthaltsrecht und Arbeit – klar, verständlich und ohne komplizierte Behördensprache. Senatorin Cansel Kiziltepe (Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung) und Katarina Niewiedzial, Beauftragte des Senats für Partizipation, Integration und Migration, präsentierten das Angebot gemeinsam.
Die Plattform ist zunächst in Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch und Russisch verfügbar, weitere Sprachen sollen folgen. Sie ergänzt die persönliche Beratung im Willkommenszentrum an der Potsdamer Straße und hilft Neu-Berlinerinnen, sich im Behördendschungel schnell zurechtzufinden. Entwickelt wurde das Angebot unter Beteiligung von Menschen, die selbst neu in der Stadt sind – mit über 600 Befragten, elf Workshops und einer Fokusgruppe aus 18 Neuzugewanderten.
Im Anschluss an die Vorstellung diskutierte ein Panel mit Katarina Niewiedzial, Marcus Weichert (Geschäftsführer der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit), Niharika Wandrekar und Nora Sgraja unter dem Titel „Gefunden, verstanden, genutzt“ über das neue Angebot. Marcus Weichert betonte, dass die Modernisierung der Stadt eine Gemeinschaftsaufgabe sei und Integration dann gelinge, wenn Barrieren fielen.
Auch Vertreter des Club Dialog e. V. nahmen an der Veranstaltung teil und begrüßen das Digitale Willkommenszentrum als wichtigen Schritt für eine moderne Willkommenskultur in Berlin. Langfristig soll die Plattform Maßstäbe für eine zugängliche, digitale und verlässliche Verwaltungskommunikation setzen.



Photos Borys Shavlov / Club Dialog e. V.