Was passiert, wenn Jugendliche nicht nur Neues erfahren, sondern selbst forschen, Fragen stellen und die Geschichten anderer Menschen erzählen können?
Genau darum ging es im Projekt „Echo der Geschichte – Interreligiöser Dialog“, das Ende August beim Club Dialog e.V. erfolgreich abgeschlossen wurde.
Im Laufe des Projekts lernten die Teilnehmenden verschiedene Religionen, Kulturen und Traditionen kennen, besuchten religiöse Gemeinschaften in Berlin und begegneten Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft. Durch persönliche Begegnungen und Interviews erfuhren sie mehr über Glauben, Erinnerung, Familie, Migration und das Leben in Berlin.
Die Jugendlichen entwickelten dabei wichtige Fähigkeiten in Journalismus und öffentlichem Sprechen: Sie lernten, gute Fragen zu formulieren, Interviews zu führen, sicher vor der Kamera zu sprechen und mit Informationen zu arbeiten. In praktischen Workshops eigneten sie sich außerdem Kenntnisse in Videoaufnahme und Videoschnitt an, um selbstständig Beiträge über Menschen und ihre Geschichten zu gestalten.
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts war der Jugendbeirat. Hier konnten die Jugendlichen eigene Ideen einbringen, Entscheidungen mitgestalten und Verantwortung für die Entwicklung des Projekts übernehmen. Sie waren damit nicht nur Teilnehmende, sondern aktive Mitgestalter:innen.
Das Gelernte konnten sie anschließend direkt in der Praxis anwenden: Bei Begegnungen mit verschiedenen religiösen und kulturellen Gemeinschaften führten sie Interviews, hörten persönliche Geschichten und lernten, Gemeinsamkeiten und unterschiedliche Perspektiven zu entdecken.
Als Ergebnis dieser Arbeit entstand eine interaktive digitale Karte Berlins, auf der die von den Jugendlichen gesammelten Interviews und Geschichten zu finden sind.
👉 Entdeckt die interaktive Karte „Echo der Geschichte“
Das Projekt ermöglichte den Jugendlichen nicht nur, mehr über Religion und die kulturelle Vielfalt Berlins zu erfahren, sondern auch ihre Fähigkeiten in Journalismus, öffentlichem Sprechen, Videoaufnahme, Videoschnitt und Teamarbeit weiterzuentwickeln.
Und vor allem lernten sie, anderen zuzuhören, Fragen zu stellen und die Welt aus der Perspektive anderer Menschen zu betrachten.
Denn Geschichte besteht nicht nur aus vergangenen Ereignissen.
Sie besteht aus Menschen, ihren Erinnerungen, ihren Stimmen und ihren Geschichten.
Das Projekt wurde in Kooperation mit Reforum Space Berlin durchgeführt
Das Projekt wird im Rahmen des Programms „STARK gemacht! – Jugend-Demokratiefonds Berlin“ unterstützt.
Wir weisen darauf hin, dass die in den Veröffentlichungen geäußerten Meinungen nicht unbedingt die offizielle Position des Förderprogramms widerspiegeln.