Am 17. Juni 2026 lud der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin zu seinem traditionellen Jahresempfang in den Festsaal Kreuzberg ein. Rund 500 Gäste – darunter haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende aus den 820 Mitgliedsorganisationen, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft – kamen zusammen, um gemeinsam Impulse für eine starke, solidarische Stadtgesellschaft zu setzen.

Für den Club Dialog e. V. nahm Frau Olga Hammerschmidt an der Veranstaltung teil und vertrat die Organisation im Rahmen dieses inspirierenden Abends des Austauschs und der Vernetzung.

Schwungvoller Auftakt und klare Worte der Anerkennung

Den im wahrsten Sinne des Wortes bewegenden Auftakt gestaltete die Theatergruppe „Die Grünen Bananen“ von STARThilfe e.V. Mit Musik, Bewegung und improvisierten Elementen bezog das Ensemble das Publikum aktiv ein und sorgte von Beginn an für eine mitreißende Atmosphäre im Saal.

Im Anschluss begrüßten Stefan Dominik Peter, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Berlin, und Geschäftsführer Martin Hoyer die Anwesenden: „Gemeinsam mit unseren Mitgliedern zeigen wir jeden Tag und überall in Berlin, dass soziale Arbeit wirkt.“

Unter den Gästen waren auch der Regierende Bürgermeister Kai Wegner sowie Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe. In seinem spontanen Grußwort würdigte Wegner die unverzichtbare Arbeit der Wohlfahrtsverbände mit deutlichen Worten:

„Gäbe es Sie nicht, wie arm wäre unsere Stadt! Soziale Arbeit ist unverzichtbar, machen Sie bitte weiter, denn das ist auch ein Kampf für unsere Demokratie.“

Starke Impulse für Demokratie und Resilienz

Ein inhaltlicher Höhepunkt des Abends war die Keynote von Gastrednerin Paulina Fröhlich (Senior Expert Demokratie & Zusammenhalt der Bertelsmann Stiftung). Sie thematisierte Strategien zur Handlungsfähigkeit der Zivilgesellschaft in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen. Eine Zivilgesellschaft dürfe bei Anfechtungen nicht in der Defensive verharren. Resiliente Demokratien setzten soziale Gerechtigkeit voraus – Ungleichheit schwäche den demokratischen Zusammenhalt. Daher sei eine vielfältige, rechtssichere und finanziell abgesicherte soziale Zivilgesellschaft für das demokratische Gefüge überlebenswichtig – ein Thema von besonderer Brisanz im Berliner Wahljahr 2026.

Klare Positionen: #berlinbessermachen

Im anschließenden Dialog stellten Martin Hoyer und die stellvertretende Geschäftsführerin Anne Jeglinski die „Paritätischen Positionen zur Berlin-Wahl 2026“ vor. Im Fokus stehen der Ausbau von Prävention und Bildung, unbürokratische Hilfen, Inklusion sowie der Einsatz für bezahlbaren Wohnraum.

Zugleich fand Martin Hoyer deutliche Worte angesichts drohender Mittelkürzungen im Sozialbereich:

„Wir erleben gerade einen massiven Angriff auf den sozialen Bereich. Kürzungen bei Menschen, die benachteiligt sind, kann nicht der Weg sein. Menschenwürde ist keine Haushaltsgröße!“

Musikalischer Ausklang und lebendiger Dialog

Den feierlichen Schlusspunkt des Bühnenprogramms setzten die „Nogat Singers“, der inklusive Chor der Lebenshilfe Berlin gGmbH, der das Publikum mit spürbarer Freude und Herzblut begeisterte.

Beim anschließenden Buffet und Getränken bot sich reichlich Raum für persönliche Begegnungen. Für den Club Dialog e. V. nutzte Frau Olga Hammerschmidt die Gelegenheit zu vertiefenden Fachgesprächen, dem Ausbau von Netzwerken und dem kollegialen Austausch mit Akteurinnen und Akteuren der Berliner Wohlfahrtspflege.

Der Abend hinterließ ein starkes Gefühl der Verbundenheit: Nur gemeinsam gestalten wir Berlin solidarischer, vielfältiger und demokratischer.

Wir danken dem Paritätischen Berlin herzlich für die Einladung und freuen uns auf die weiterhin partnerschaftliche und wirkungsvolle Zusammenarbeit!

 

Foto © Patricia Kalisch/Paritätischer Berlin