Vom 1. bis 3. Mai 2026 fand in Berlin die Zweite Berliner Buchmesse für russischsprachige Literatur statt. Die Großveranstaltung zog etwa viertausend Besucher an und vereinte 25 Buch- und 15 Zeitschriftenverlage sowie zahlreiche gemeinnützige Organisationen, die mit der russischsprachigen Community arbeiten.
Unter den Schlüsselpartnern der Messe war auch der Club Dialog e. V. vertreten, der als Mitveranstalter einer der bedeutendsten Diskussionen im Rahmen des Kulturprogramms auftrat. Am 1. Mai fand im zweiten Saal der Messe eine öffentliche Diskussion zum Thema „Queere Freude als Widerstand“ statt, die in Zusammenarbeit mit dem Club Dialog e. V. und Quarteera e. V. durchgeführt wurde. Der Moderator der Veranstaltung war Konstantin Kropotkin, und an der Diskussion nahmen Ilja Danischewski, Ewi Tschajka, Sascha Skotschilenko und Sascha Kasanzewa teil.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage: Was bedeutet Freude in einer Welt, in der queere Menschen mit Diskriminierung und Druck konfrontiert sind? Die Teilnehmer kamen zu dem Schluss, dass das Streben nach Glück, Freundschaft, Liebe und Kreativität nicht nur persönliche Erfahrungen sind, sondern auch eine wichtige Form des kulturellen und politischen Widerstands darstellen, die es ermöglicht, Würde zu bewahren.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Diskussion mit Simultandolmetschen ins Deutsche stattfand, was ihre Bedeutung für ein internationales Publikum unterstrich. Die Veranstaltung wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt.
Die Diskussion mit Unterstützung des Club Dialog e. V. wurde zu einer der wichtigsten Plattformen, auf der aktuelle soziale und kulturelle Themen erörtert wurden – und spiegelt damit den Willen der Organisatoren wider, das Programm so lebendig, modern und offen für den Dialog zu verschiedenen Themen wie möglich zu gestalten.